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Ballettschule Grand Jeté feiert Erfolge bei der EM
11. Juli 2019
Ruballett2

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Als der folgende Artikel verfasst wurde, hießen wir noch "Ballettschule im Revierpark" (in Wischlingen). Zwischenzeitlich sind wir jedoch umgezogen und haben den neuen Namen "Ballettschule Grand Jeté".

 
 
 

Quelle: Ruhr Nachrichten
Zur besseren Lesbarkeit des Artikels, hier noch einmal der Inhalt in Textform:

 
 

Auftritt mit den Profis des russischen Nationalballetts

 

WISCHLINGEN. Die Ballettschule im Revierpark Wischlingen war zusammen mit dem russischen Nationalballett in „Schwanensee” vertreten. Ein weiterer gemeinsamer Auftritt steht dabei noch aus.

Von Alexandra Wachelau

„Es kam alles durch meine Kollegin Katja Träger zustande”, sagt Diana Trendelkamp, die im Studio unter anderem als Lehrerin und Organisatorin arbeitet. Katja Träger unterrichtet ebenfalls in Wischlingen und hat ihre russischen Wurzeln und Sprachkenntnisse genutzt, um E-Mails an das berühmte Nationalballett zu verfassen. „Wir haben Videos von den Proben mit den Kindern geschickt. Daraufhin ist dann die Zusammenarbeit entstanden”, sagt Trendelkamp. Das russische Nationalballett, das gerade durch Europa tourt, zeigte sich an den Aufnahmen interessiert – sogar so sehr, dass vorgeschlagen wurde, verschiedene Mädchen in gleich zwei Ensembles zu integrieren.
„Ursprünglich war geplant, nur Kinder in dem Stück „Dornröschen” unterzubringen”, sagt Trendelkamp. Stattdessen begannen parallel Proben für zwei Stücke. Die Gruppe ab elf Jahren übte für „Schwanensee”, die Gruppe ab sieben Jahre für „Dornröschen”. „Das war natürlich super spannend”, sagt Trendelkamp. „Wir konnten ja nicht zusammen proben, also haben wir die Choreografien nur anhand von Videos, Bildern und Zeichnungen aufeinander abstimmen können.” Nach mehreren Wochen des Austausches und Übens kam es endlich doch zu einem Treffen – nur einen Tag vor dem gemeinsamen geplanten Auftritt in „Schwanensee”.

Anlaufschwierigkeiten

„Wir hatten nur eine Chance, das russische Ballett zu überzeugen. Als die Mädchen dann auf der Bühne standen, war es aber erstmal ein völliges Chaos”, sagt Trendelkamp lachend. Unter den strengen Augen der Profis blieb der Ausgang der Zusammenarbeit bei dem Stück daher noch umgewiss. Erst am nächsten Tag in Bochum, als wenige Stunden vor dem Auftritt noch einmal alle zur Genrealprobe zusammenkommen, sitzen die am Tag vorher noch gelernten Schritte bei den acht Kindern und Jugendlichen perfekt. Kurz darauf tanzen sie vor ihrem bisher größten Publikum.
„Die Anspannungen und Unsicherheiten, ob sie nun auf die Bühne dürfen oder nicht, waren aber den ganzen Abend enorm”, sagt Trendelkamp. Der Auftritt wurde jedoch ein voller Erfolg.
„Ein Kollege, der unsere Kinder kennt und sich an dem Abend mit um die Technik gekümmert hat, erkannte unsere Mädchen dann auf der Bühne nicht wieder; so erwachsen sahen sie aus, so gut haben sie getanzt” sagt Diana Trendelkamp stolz. „Erst, als er die Tänzer auf der Bühne gezählt hat, war ihm klar, dass sie es geschafft haben.”
Trendelkamp und Träger haben die Auftritte dabei rein ehrenamtlich organisiert. Allein die Chance, vor einem so großen Publikum zu stehen, kommt so schnell nicht wieder. Die teilweise mehr als zehn Jahre älteren, erfahrenen Ballettänzer waren dabei eine Art Vorbild für die jungen Tänzer. „Den Erwachsenen bei der Arbeit zuzuschauen war für die Mädchen sehr spannend, auch inspirierend. Viele waren danach auch gleich motivierter”, so Trendelkamp.
Nun steht schon bald der nächste Auftritt an. Die Gruppe der Kinder ab sieben Jahren trainiert gerade für „Dornröschen”. Der Auftritt ist bereits am 18. Januar und wird mit viel Aufregung erwartet: Auch hier konnten nur Videos ausgetauscht werden, auch dieses Mal wird es nur eine Gelegenheit zur gemeinsamen Probe geben. Die Gruppe von „Dornröschen” besteht nämlich aus einem gänzlich anderen Ensemble.
Aufgeregt probieren die Kinder dafür ihre violetten Kostüme an. Sie sollen die Edelsteine im Stück spielen. Neben den sieben- bis zehnjährigen wirkt die Gruppe, die die „Schwäne” gespielt hat, daneben fast schon erwachsen.
Ein Mädchen wurde sogar von der Institution eingeladen, zusammen mit den Profis auf Tournee zu gehen. Angenommen hat sie das Angebot nicht – die Schule geht im Alter von fünfzehn Jahren noch vor.
„Es ist natürlich stressig. Wir schauen auch schon vorher, welches der Mädchen dem Druck der Aufführung am besten standhalten kann”, erklärt Trendelkamp. Mit dem Erfolg von Schwanensee im Hinterkopf geht sie jedoch motiviert in die Endphase der Proben, die eine weitere Aufführung mit dem russischen Nationalballett mit sich bringen – und vielleicht noch weitere gemeinsame Projekte.

 

Quelle: Ruhr Nachrichten

Quelle: MonTakt